Lexikon

A

Abrollen über den Bauch: Beide Beine werden in die Luft gebracht. Quasi zeitgleich beginnt der/die Turner*in, sich auf dem Brustbein abzulegen und anschließend über den Bauch und dann die Beine abzurollen.

Agonist: Ein Muskel, der eine bestimmte Bewegung ausführt. Ein Agonist ist quasi ein Spieler in einem Fußballspiel.

Allegro: Allegro sind Sprünge im Ballett. Sie werden in kleine, mittlere, große Sprünge und Batteries eingeteilt. 

Anhüpfer: über einen großen Schritt wird das hintere Bein ins Passé geführt. Dabei erfolgt mit dem vorderen Bein ein Abdruck. Die Arme werden schnellkräftig gestreckt von der Tiefhalte in die Hochhalte geführt.

Antagonist: Ist ein Muskel, der bei der Bewegung des Agonisten entspannt ist. Ein Antagonist ist quasi ein Gegenspieler in einem Fußballspiel.

Arm-Rumpf-Winkel: Der Winkel zwischen den Körperteilen Arm und Rumpf. Beispiel Vorhalte: Der Arm-Rumpf-Winkel beträgt 90 Grad.

Au milieu: „In der Mitte“. Das heißt in der Ballettsprache, dass sich die Schüler*innen in der Mitte aufstellen und dort weitere Übungen ausgeführt werden.

Auswärts: auswärts bedeutet in der Tanzsprache, dass bestimmte Gelenke von der Körpermitte nach außen gestellt werden. Wichtig ist dabei, dass die Gelenke (Hüfte, Knie, Fußgelenk, Sprunggeleke) weiterhin übereinander stehen.  Beispiel Füße 1. Position: die großen Zehen sind weiter voneinander entfernt als die zusammenstehenden Fersen. Zudem zeigen die Zehenspitzen und Kniescheiben nach außen.

Außenrotation: das nach außen Drehen der Füße, Knie und Hüfte.


B

Barre: Eine Holzstange, an welcher im Ballettunterricht ein großer Teil der Übungen durchgeführt wird. Sie dient dem/der Balletttänzer*in als Hilfe für die eigene Balance.

Bogengang rückwärts: Bei diesem akrobatischen Element wird aus dem Stand eine Brücke ausgeführt und sich anschließend mit den Beinen abgedrückt, sodass der/die Turner*in über den Handstand wieder in den Stand gelangt.

Bogengang vorwärts: Bei diesem akrobatischen Element wird aus dem Stand ein Handstand ausgeführt. Anschließend kippt der/die Turner*in in die Brücke. Durch das Strecken des Standbeines gelangt der/die Turner*in wieder in den Stand.

Brücke: Ein akrobatisches Element, bei welchem eine vollkommene Überstreckung der Wirbelsäule ausgeführt wird.

Bücke: Der Oberkörper wird im Langsitz mit geradem Rücken nach vorne gebeugt.


C

Croisé: beudetet in der Ballettsprache „geschlossen“. Die Beine (oder Arme) sind zum Publikum geschlossen, sodass nur ein Bein vollkommen zu sehen ist. Beispielsweise in der 5. Position: Der/die Tänzer*in steht mit dem Oberkörper in die linke Ecke gerichtet. Das rechte Bein ist in der 5. Position vorne, sodass nur der rechte Oberschenkel zu sehen ist.


D

Demi-point: „halbe Spitze“. Mit demi-point ist die Streckung des Fußes gemeint. Jedoch sind die Zehen noch nicht in Verlängerung des Fußes gestreckt, sondern rangezogen (geflext). Der Fußspann wird bei einem demi-point so weit wie möglich nach vorne gedrückt.

Derrière: bedeutet in der Ballettsprache „hinten“.

Devant: bedeutet in der Ballettsprache „vorne“.

Drei Punkte Fußbelastung: Das Körpergewicht wird auf der Ferse, dem Großzehengrundgelenk und dem Kleinzehengrundgelenk verteilt.


E

Effacé: beudetet in der Ballettsprache „geöffnet“. Die Beine (oder Arme) sind zum Publikum geöffnet, sodass beide Beine vollkommen zu sehen sind. Beispielsweise in der 5. Position: Der/die Tänzer*in steht mit dem Oberkörper in die linke Ecke gerichtet. Das linke Bein ist in der 5. Position vorne, sodass der rechte und linke Oberschenkel zu sehen sind.

Exercisé: Eine Exercisé ist eine Übung. In den verschiedenen Tanzarten gibt es verschiedene Übungen, mit welchen die verschiedenen Körperteile aufbauend auf die weitere Stunde vorbereitet werden.

Exzentrisch: vom Zentrum weg.


F

Flexen: in der Tanzsprache bedeutet flexen meistens, die Zehen zu den Schienbeinen ran zu ziehen. Flexen ist das Gegenteil von Point (strecken).

Flusssprung: Ein Sprung von einem auf das andere Bein, wobei das Körpergewicht auf dem stützenden Arm getragen wird. Die Hüfte ist weit nach oben gedrückt und beide Beine werden in einem großen Bogen „über einen Fluss“ getragen.

Freies Rad: Eine seitlich ausgeführte, akrobatische Turnübung, bei der die Hände nicht den Boden berühren. Auf einer Linie werden die Füße beim Abdruck und der Landung aufgesetzt.

Frontalebene: Die Bewegungsebene eines Menschen aus der Ansicht von vorne. Eine Bewegung in dieser Ebene kann also nach oben, unten, rechts oder links ausgeführt werden.


G

Grand battement: Werfen des vollkommen gestreckten Beines auf mindestens 90 Grad.

Grand Jeté: In der Tanzsprache ist dies ein Sprung von dem einen auf das andere Bein (Sprungkategorie: Jeté). Im Sprung werden die Beine schnellkräftig in eine Spagatposition geöffnet.

Grand Jeté á la seconde: In der Tanzsprache ist dies ein Sprung von dem einen auf das andere Bein (Sprungkategorie: Jeté). Im Sprung werden die Beine schnellkräftig in die Seitspagatposition geöffnet. Dabei wird der Oberkörper um 90 Grad gedreht, bis die Sprungposition erreicht wird.

Grätsche: Das maximale Öffnen gestreckter Beine.

Grätschstütz: eine Position, in welcher die Beine möglichst weit geöffnet sind. Die Beine und das Gesäß sind dabei in der Luft, weil der Körper mit Hilfe der Hände gestützt wird.


H

Handstand: Bei einem Handstand steht der/die Turner*in mit gestreckten Armen auf den Händen. Die Füße zeigen Richtung Decke und der Körper ist vollkommen gestreckt, sodass das Gleichgewicht auf den Händen gehalten werden kann.

Hochhalte: Die Arme werden nach oben, über den Kopf geführt und dort gehalten.


I

Isolationsbewegungen: Verschiedene Körperteile werden einzeln bewegt. Die Bewegung der einzelnen Körperteile kann simultan (gleichzeitig) oder nacheinander (sukzessiv) erfolgen.

Isometrische Kontraktion: statische Muskelarbeit. Der Muskel wird kontrahiert und in dieser Position gehalten.


J


K

Kerze: Eine Position auf dem Halswirbelbereich und den Schultern. Die Füße werden Richtung Decke gestreckt.

Kip up: Eine akrobatische Bewegung, bei welcher sich der/die Turner*in aus einer liegenden Position auf dem Rücken in den Stand befördert. Dabei rollt er/sie sich auf die Schultern und schwingt die Füße über einen hohen Bogen auf den Boden. Die Hüfte, der Oberkörper und der Kopf folgen den Beinen.

Kontraktion: Anspannen eines Muskels.

Kopfstand: Der Stand auf dem Kopf. Die Füße zeigen Richtung Decke und der Kopf ist auf dem Boden aufgesetzt. Die Hände können den Stand unterstützen.

Kreisel: Eine tänzerische, akrobatische Bewegung, bei welcher die Beine einmal komplett um den auf dem Rücken liegenden Oberkörper wandern und dabei den Kontakt zum Boden halten.

Kurbet: Bei einem Kurbet wird ein schnellkräftiger Wechsel von einer Überstreckten in eine gerundete Position (oder andersrum) ausgeführt.


L

Langsitz: Das Sitzen mit gestreckten und geschlossenen Beinen. Der Oberkörper ist dabei aufgerichtet.


M


N


O

Oberes Auswärts: Die Auswärtsrotation aus dem Hüftgelenk.


P

Parallel: parallel bedeutet in der Tanzsprache, dass bestimmte Gelenke in die selbe Richtung ausgerichtet sind und verschiedene Körperteile auf die gesamte Länge den selben Abstand zueinander behalten. Beispiel Füße: die großen Zehen sind genauso weit voneinander entfernt wie die Fersen. Zudem zeigen die Zehenspitzen nach vorne.

Par terre: Ein Begriff aus der Ballettsprache. Es bedeutet so viel wie „am Boden“.

Passé: Eine Position, in welcher das Spielbein gebeugt ist und die Zehenspitzen des Spielbeins am Knie des Standbeins anliegen.

Plié: Das Beugen eines oder mehrerer Gelenke.

1. Position der Arme: im Ballett ist dies die Position der Arme, in welcher die Arme in einem Kreis vor dem Körper gehalten werden. Die Hände/Fingerspitzen sind dabei auf der Höhe des Bauchnabels. Die Arme sind rund, als würde eine riesige Wassermelone festgehalten werden.

1. Position der Füße: Im Ballett ist dies die Position der Füße, in welcher die Fersen aneinander stehen und die Zehenspitzen jeweils nach außen zeigen. Die Füße, Knie und die Hüfte sind daher auswärts gedreht.


Q

Querspagat: eine gymnastische Übung, bei der ein Bein nach vorne und ein Bein nach hinten gestreckt wird. Die Beine werden so weit wie möglich geöffnet, sodass das Becken auf dem Boden aufsitzen kann. Beide Darmbeinstacheln sind dabei nach vorne gerichtet.


R

Radschlag: Eine seitlich ausgeführte, akrobatische Turnübung. Auf einer Linie werden Füße, dann die Hände und in der Landung wieder die Füße aufgesetzt.

Radschlag auf den Unterarmen: Eine seitlich ausgeführte, akrobatische Turnübung. Auf einer Linie werden Füße/Beine, dann die Unterarme und in der Landung wieder die Beine/Füße aufgesetzt.

Relevé: Das „Sich heben“ auf den Zehenballen. Es kann sowohl aus gebeugten Knie- und Hüftgelenken (plié) erfolgen (relevé), als auch aus gestreckten Knie- und Hüftgelenken (elevé).

Rolle rückwärts: Der/Die Turner*in rollt sich aus dem Sitzen rückwärts über die Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule bis zur Halswirbelsäule. Die Hände werden aufstellt, sodass sich der/die Turner*in etwas nach oben drücken kann. Die Landung erfolgt auf den Füßen oder Schienbeinen.

Rolle rückwärts über den Bauch: Wie eine Rolle rückwärts, jedoch landet der/die Turner*in auf dem Bauch und rollt über die Schulter, statt über die Halswirbel.

Rundung: (meistens des Rückens) Das Krümmen eines Körperteils.


S

Schokoladenseite: Die Seite, die einem leichter fällt als die andere.

Schrittüberschlag: Eine akrobatische Vorwärtsbewegung, bei welcher zuerst die Hände aufgesetzt werden und die Beine anschließend mit Schnellkraft über eine Handstandposition weiter wieder auf dem Boden bewegt werden. Nachdem die Beine den Handstand passiert haben, folgt eine Flugphase durch einen Abdruck der Arme vom Boden.

Schulterrad: Eine auf den Schultern und seitlich ausgeführte, akrobatische Turnübung. Auf einer Linie werden die Schienbeine, dann die Schultern und zur Landung wieder die Schienbeine aufgesetzt. 

Schulterstand: Eine akrobatische Position auf einer Schulter, bei welcher nur diese Schulter und eine Hand zum Stützen am Boden sind. Die Füße können optional am Boden bleiben, oder in der Luft gehalten werden.

Schweizer Handstand: Ein Handstand, bei welchem die Beine ohne Schwung über die Grätsche nach oben in die Handstandposition geführt werden.

Seithalte: Die Arme werden seitlich, rechts und links neben dem Oberkörper, gehalten.

Spagatdrehung: Über ein Grand battement, welches oben mit den Händen festgehalten wird, erfolgt ein Drehimpuls und der/die Tänzer*in dreht in einer Spagatposition.

Spielbein: Das Bein, welches bei einer Bewegung nicht am Boden zur Stabilität benötigt wird.

Spitzenschuhe: Ein Schuhwerk für Balletttänzerinnen, welches neben einer harten Sohle eine steife vordere Box für die Zehen hat, damit die Tänzerinnen auf ihren Zehen tanzen können, wenn sie die Füße vollkommen strecken. Spitzenschuhe sind mit Satin überzogen und haben zusätzlich Satinbänder, die um die Fußgelenke gewickelt werden. Damit wird ein besserer Halt gewährleistet.

Spot: „Einen Punkt fixieren“. Während einer Drehung wird ein Punkt fixiert. Der Blick bleibt so lange wie möglich auf dem Punkt und kommt so schnell wie möglich wieder zu diesem Punkt.

Sprungkraft: Eine Art der Schnellkraft, die für viele Sportarten von großer Bedeutung ist.

Standbein: Das Bein, auf welchem das Gewicht bei einer Bewegung steht. Es wird benötigt, um einen stabilen Stand zu haben.


T


U

Überstreckung: (meistens des Rückens) Über die übliche Streckung hinaus eine Bewegung ausführen.

Unterarmstand: Eine dem Handstand ähnliche Übung, bei der der Körper auf den Unterarmen statt den Händen getragen wird. 

Unteres Auswärts: Die Auswärtsrotation aus den Füßen.


V

Vierfüßlerstand: Die Hände und Schienbeine sind auf dem Boden aufgesetzt. Dabei bleibt die Hüfte über den Knien und die Schultern über den Händen.

Vorhalte: Die Arme werden nach vorne, vor den Oberkörper, geführt und dort gehalten.


W

Welle auf dem Rücken: Eine Wellenbewegung des Körpers in der Rückenlage. Dabei erheben sich zuerst die Füße, anschließend die Hüfte und zum Schluss der Oberkörper. Es ist immer nur ein Körperteil an der höchsten Stelle.

Welle rückwärts: Eine Wellenbewegung des Körpers in der Bauchlage. Dabei erheben sich zuerst die Füße, anschließend die Hüfte und zum Schluss der Oberkörper. Es ist immer nur ein Körperteil an der höchsten Stelle.

Welle vorwärts: Eine Wellenbewegung des Körpers in der Bauchlage. Dabei erhebt sich zuerst der Oberkörper, anschließend die Hüfte und zum Schluss die Füße. Es ist immer nur ein Körperteil an der höchsten Stelle.


X


Y


Z

Zitronenseite: Die Seite, die einem schwerer fällt als die andere.

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